Rauchte mir nach dem ersten Präsenztermin resp. dem ersten Übungsauftrag noch der Kopf, weil alles neu für mich war und mich dementsprechend (über)forderte, stellt sich zunehmend ein gutes Gefühl ein. Ein unbekanntes Stoffgebiet kann dadurch „erobert“ werden, indem man sich Überblick verschafft, sich mit den Basics vertraut macht. Mir ist inzwischen annähernd klar, welche großartigen Möglichkeiten sich hinter den abstrakt anmutenden Begriffen „Web 2.0“ und „Social Software“ verbergen.

Blauäugig stehe ich dem Ganzen allerdings nicht gegenüber. Dienste, welche zur Arbeitserleichterung genützt werden können bewerte ich positiv. So zum Beispiel das Lesezeichenarchiv „del.ico.us“, wenngleich es für mich optisch wenig ansprechend und unübersichtlich aufgebaut ist. Ebenso nützlich finde ich „Netvibes“; die personalisierte Portalseite bündelt verschiedenste Funktionen.

Hingegen kann ich mit Diensten, die soziale Kontakte aufbauen oder erhalten sollen eher weniger anfangen. Wobei zwischen Arbeits- und Freundschaftsbeziehungen zu unterscheiden sein wird. Als Verfechterin von Face-to-face-Kommunikation und persönlichen Treffen, gleitet für mich die „Verwaltung“ von Freundschaften via Internet ins Oberflächliche, in eine Mentalität der „Quantität statt Qualität ab“ (beispielsweise wird das Freundschaftsnetz publik gemacht). Altmodisch? Ja, vielleicht. Möglicherweise habe ich mich noch zuwenig damit vertraut gemacht. Nur mir ist meine Privatsphäre wichtig. Ich möchte nicht, dass jeder weiß, mit wem ich befreundet bin, welche Hobbies ich habe etc. Damit entgeht mir freilich die Möglichkeit, diese Dienste als Bühne zur Selbstdarstellung zu nützen.

Was blieb also bisher zurück? Nützliche Anregungen zu den Themen „Portable Apps“ (tragbares Büro am USB-Stick), „Sammeln und Vernetzen“ (Social Bookmarking, RSS-Feeds), Weblogs als Lerntagebücher („WordPress“), Hilfen bei Problemen, Urheberrechtliche Aspekte bei der Nutzung des Internets (Copyright, open content).

Damit beende ich meine erste Zwischenbilanz und bedanke mich fürs Lesen!
Liebe Grüße,
JuHo